Amt Ritzebüttel: Bummeln in Garten des Cuxhavener Schlosses

Bis 1937 und dem Groß-Hamburg-Gesetz war Cuxhaven Teil der Freien und Hansestadt Hamburg. Hamburg erhielt einige Randgebiete wie Harburg im Rahmen des Tausches. Bei Hamburg verblieb von Cuxhaven nur noch der wirtschaftliche wichtige Amerikahafen (mittlerweile auch ein Teil der Stadt Cuxhaven). Als Wahrzeichen der hamburgischen Regierung galt das Schloss Ritzebüttel, Sitz der Amtsmänner. Die Amtsmänner waren häufig hamburgische Senatoren und zugleich illustre Autoren, wie etwa Dichter Barthold Brockes.

Das Schloss wurde ca. 1340 erbaut und ist damit eines der ältesten Bauten der Stadt.

Im Verlauf der Jahrhunderte wurden neben einem verteidigungsorientierten Burggraben hübsche und ansprechende Gartenanlagen rundherum angelegt. Für mich ist der Schlossgarten eines der erholsamsten und ruhigsten Orte Deutschlands...

Im herbstlichen Gewand kann man die prächtigen alten Baumbestände genießen.

Wenn man aufmerksam schaut, so entdeckt man einige Verteidigungsanlagen - wie diese Artillerieplattform, die zwischenzeitlich zu einer Aussichtsplattform umfunktioniert wurde.

In wenigen Wochen wird es keine Blätter mehr geben. Man wird sie schmerzlich vermissen.

IMG_20141113_160524.jpg

Heute kann man den Burggraben verhältnismäßig einfach überqueren.

Eine Belagerung Cuxhavens erscheint aber von diesem Standpunkt aussichtsreich zu sein.

Der barocke Vorbau zeugt von der üppigen Inneneinrichtung, die einen schmucken Hintergrund für Cuxhavener Anlässe bietet - wir berichten sicherlich demnächst auch darüber.

 

Impressionen der Cuxhavener Kaianlagen: "Heute wird eine Sturmflut erwartet"

Bundestag: Virtuelle Tour eines faszinierenden "Glaskastens"