Der Besuch im Internationalen Maritimen Museum Hamburg lohnt sich

Jedes Jahr organisiert die Anwaltskanzlei eine Abschlussfeier für alle Absolventen unserer Kurse an der Staatlichen Seefahrtschule Cuxhaven. In der Regel fahren wir dafür nach Hamburg und besuchen das Internationalen Maritime Museum.

Auch für Leute, die nicht Kapitäne werden wollen, lohnt sich der Besuch. 

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Direkt inmitten der Speicherstadt – nicht unweit von der Oberhafenkantine – kann man noch das exotische Flair weit entfernter Länder und ungewöhnlicher Importe spüren. Die alten Speicher ragen hoch über die Menschen hinaus und sind immer noch z.B. mit Kränen bestückt. Mit diesen Gerätschaften wurden damals die Ladungen eingelagert.

Auf den Ebenen gibt es im Museum Ausstellungen über alle Aspekte der Seefahrt.  Natürlich sind die Ölemälde, Schiffsmodelle, Uniformen, usw. hoch interessant. Wo wir aber besonders verweilen ist bei der Ausstellung über den modernen Frachtumschlag.

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Oben ist Bremerhaven. Im Vordergrund erkennt man den Columbus Kreuzfahrtterminal. Direkt daneben rechts ist die Lloyd-Werft. Diese ist mit der Mützelfeldtwerft in Cuxhaven verbunden, so dass bei fehlender Kapazität in Bremerhaven häufig Schiffe zur Reparatur und Instandhaltung zu uns kommen. Weiter nördlich sieht man den Überseehafen und die Schieneninfrastruktur, die für den Intermodal-Transport unerlässlich geworden ist.

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Der Hamburger Hafen wird noch zusammengeschustert...

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Wenn man sich umschaut findet man eine Ausstellung über Konnossemente, Frachtbriefe, Charterverträge, Konferenzen, Manifeste und andere rechtliche Dokumente aus der Seefahrt. Vieles, was hier ausgestellt ist, stammt noch aus der Zeit des Stückgutumschlages. Die Strukturwandlung hin zum Massengut, was noch in den 70er-Jahren ein heißes Thema war, ist heute inzwischen beschlossene Sache. Schreibmaschinen sind übrigens ebenfalls nicht mehr im Seeverkehr anzutreffen.

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Ironischerweise wurde die Vitrine von der riesigen Reederei Maersk gestiftet. Insofern stammt die Ausstellung über den Strukturwandel in der Seewirtschaft von denen, die heutzutage einen neuen Strukturwandel anstacheln. Wir haben bereits über die MV Emma Maersk (18000 TEU) berichtet, die kleinere Schiffe – und bedauerlicherweise ebenfalls kleinere Reedereien – in eine existenzielle Krise hineintreibt.

A stroll through Cuxhaven from the Schleusenpriel to the Alte Liebe

Alster Cruise