Parallel zum Kapazitätsabbau erleben Charterraten für Containerschiffe eine leichte Erholung

Der Kapazitätswachstum in der Containerschifffahrt hat nun mit leicht über 5% den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren erreicht. Zum Vergleich kam im Jahre 2011 8% mehr Containerschiffkapazität auf den Markt. Insbesondere Verschrottungen haben mit 4% der am Markt vorhandenen Containerschiffkapazität einen Höhepunkt erreicht.

Scrap, scrap, scrap...

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Verschrottungen in Höhe von 305,000 TEU stehen Neubauten in Höhe von 997,000 TEU gegenüber, was immer noch keine Bereinigung der Überkapazität herbeiführen kann. Die Zahlen reflektieren jedoch die anhaltende Modernisierung der weltweiten Handelsflotte, denn mittlerweile sind nur 3,1% der fahrenden Schiffe älter als 20 Jahre.

Die Frachtraten per TEU liegen nun bei ca. $1.200,00 (+ 19,5% im Vergleich zu 2013).

Bereits vor zwei Jahren kursierten Gerüchte über eine ähnliche Erholung am Markt. Bloomberg berichtete am 14. Februar 2012, dass eine Verdopplung der Charterraten stattfinden würde:

Shipping lines will make money again this year after “deep losses” at the end of 2011, said Jon Windham, an analyst at Barclays Capital in Hong Kong. Investors should buy shares of A.P. Moeller-Maersk A/S and Neptune Orient Lines Ltd., according to Morgan Stanley, which expects charter rates to more than double this year. U.S. cargo volumes will rise as much as 3.5 percent to a five-year high in 2012, UBM Global Trade predicts.

Es kam aber grundlegend anders; die Schwäche dauerte leider - bis heute - fort. Ob sich nun die zuversichtliche Prognose von BIMCO realisiert wird ebenfalls die Zeit zeigen müssen.

Vier magere Jahre.

Vier magere Jahre.

Wobei der Transatlantic Stabilization Agreement (eine Nachfolgerin der Conference System) für Reedereien, die zwischen den USA und Asien verkehren etwas Sicherheit bietet sind solche Abkommen aus kartellrechtlichen Gründen in der Europäischen Union nicht zu bewerkstelligen (und in den Vereinigten Staaten stets leicht bedenklich). Daher wird es in Europa hart darauf ankommen, wie sich das Angebot-Nachfrage-Verhältnis für Containerschiffe entwickelt.

Vor Kurzem trafen sich MSC und Maersk mit der Absicht, einen Plan über die gemeinsame Nutzung von Schiffen im europäischen, asiatischen und nordatlantischen Verkehr zu entwickeln. Der Plan liegt den EU-Behörden nun zur Prüfung vor. Ab 2015 soll der Plan - zumindest nach dem Wunsch der genannten Reedereien - beginnen. 

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