ZDAR 3/2014: If you're in a hole, stop digging - Don't drone on me - Misery loves company

Ich veröffentliche vierteljährlich eine Kolumne in der Zeitschrift für Deutsches und Amerikanisches Recht (ZDAR) und schließe jedes Mal mit lustigen juristischen US-amerikanischen Neuigkeiten ab.

Hier ist der entsprechende - hoffentlich erheiternde - Auszug aus der Ausgabe 3/2014:

If you’re in a hole, stop digging: Wir berichteten vor wenigen Ausgaben über Prenda Law, die wegen Verbreitung von pornographischen Inhalten eine vierstellige Anzahl von Filesharing-Abmahnungen verschickt hatte. Das Ziel der Aktion war, die Adressaten zum Vergleich zu zwingen mit der Drohung, die Namen zu veröffentlichen. Daraufhin zahlten viele Opfer. Mittlerweile ist gegen Prenda ein rechtskräftiges Urteil ergangen. Die Anwaltskanzlei schuldet nun Schadenersatz in Höhe von etwa US-$ 300.000. Um die Zahlung zu vermeiden gründeten die Anwälte von Prenda Law die Anwaltskanzlei Alpha Law. So wurde das Argument vorgebracht, dass das Urteil gegen die falsche Beklagte erlassen wurde. “The first rule of holes,” schrieb Richterin Diane Wood, “according to an old saying, is to stop digging.”

Don’t drone on me:  Das Los Angeles Police Department (LAPD) möchte Hobbyisten verbieten, ihre Flugdrohnen über Polizeistationen fliegen zu lassen. Gänzlich ohne eine gewisse Selbstironie sagte Lt. Michael Ling hierzu:  “What concerns us is that they are filming over private property and it's gated – you’re looking at the layout of the police station, how we operate, personnel license plates. It’s kind of like if it was your house, if they’re flying over your backyard you’d start asking questions about it.” Daniel Saulmon, der für die Drohnenüberflüge verantwortlich ist, ließ sich hiervon nicht aus der Fassung bringen. “If you want privacy, build a roof."

Misery loves company: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nur eine von vielen, soweit es die Spionage-Bemühungen der Central Intelligence Agency anbelangt. Nunmehr musste CIA Director John O. Brennan sich auch gegenüber dem US-Senat entschuldigen. "Some employees acted in a manner inconsistent with the common understanding,” sagte er. In einer Pressemitteilung der CIA hieß es weiter: “The director subsequently informed the (committee) chairman and vice chairman of the findings and apologized to them for such actions by CIA officers as described in the (inspector general's) report. The director is committed to correcting any shortcomings related to this matter." Herbert E. Meyer, ehemaliger Vizedirektor der CIA National Intelligence Council, war der Meinung, die CIA habe Schwierigkeiten, ihr Ermessen hinsichtlich der Auswahl ihrer Ziele richtig auszuüben. In Bezug auf die Ausspähung von Bundeskanzlerin Merkel sagte er: “It's more than likely the most interesting call we'd pick up from the German chancellor is a conversation with her husband saying she'll be home late for supper because a delegation of Greek bankers has unexpectedly arrived in Berlin to beg for yet another Euro loan.”

Was ist eigentlich ein Ozeanliner? // (What is an ocean liner, anyway?)

Maritime Labour Convention ushers in overdue changes, but not in the US